
Guten Morgen. Das Wetter zeigt sich heute von seiner besten Seite. Es ist sehr sonnig. ein leichter Wind weht, die Wolken sind am Horizont zu sehen und die Wellen rauschen so vor sich hin. Herrlich.
Trotzdem geht es erst einmal zum Frühstück. Es bleiben keine Wünsche offen. Dies war mein erster Gang.

Zum 2. Gang gab es dann viel frisches Obst (Melonen, Melonen, Ananas, Melonen).
Gestärkt für den Tag steigen wir in den Bus. Heute sollen wir an an einer Levada entlang wandern. Aber erst gibt es das Wochenprogramm, inkl. Fakultativer Ausflüge, und die obligatorische Vorstellungsrunde. Unsere Gruppe ist echt gemischt. Die Jüngste ist 22 Jahre alt und der Älterste 67 Jahre.
Bevor wir zur Levada fahren, machen wir einen Halt beim Supermercato in Calheta, um die wichtigsten Dinge zu besorgen, also Snacks und viel Wasser. Jeder von uns lädt einen 6l Kanister Wasser ein. Das sollte für die Woche reichen. Ich fülle mal lieber meine Wasserflasche gleich mal auf.
Jetzt kann es losgehen. Wir werden mit dem Bus noch zum Wasserkraftwerk von Calheta gefahren und dann heißt es laufen. Gewandert wird entlang der Levada Nova bis nach Prazeres.
Der Weg ist sehr schmal und wir sind im Gänsemarsch unterwegs.

Unterwegs lernen wir etwas über die Einheimische Vegetation. Wahnsinn, was für Pflanzen hier wir Unkraut wachsen.


Das ist das Haus von einem Levadawärter.

Der Levadawärter wohnt mit der Familie in diesem Haus. Im Sommer hat er einen 24/7h Job. Er ist für die Verteilung vom Wasser zuständig. Die Bewohner von Madeira bezahlen, je nach Größe des Grundstückes, eine jährliche pauschale und der Wärter sorgt dafür, dass das Wasser im richtigen Maße zu den Grundstücken kommt. Auf den Grundstücken wird das Wasser über alte Klamotten (Originalbezeichnung von Ana) gelenkt.
Entlang der Levada gibt es viele schöne Ausblicke. Großteils kann ich diese nicht beachten, da der Weg sehr schmal ist und wir ansonsten alle 5 Sekunden stehen bleiben würden. Aber für ein paar Bilder hat es gereicht.



Am Ende der Wanderung ging es in eine Bäckerei in Prazeres. Hier gab es eine Spezialität der Insel, Pastel de Nata.

Lecker.
Ein Programmpunkt heute ist noch offen und wir haben die Grundlage dafür gerade geschaffen. Auf zur Zuckerrohrfabrik in Calheta.
Ist schon erstaunlich mit welcher einfachen Technik heute noch der Zuckerrohr ausgepresst wird.

Aber wegen der Fabrik sind wir nicht hier, sondern zum probieren von Poncha.

Normalerweise wird Poncha mit 50%-igen Rum hergestellt. Wir haben die Touristenfreundliche Version mit 18% bekommen. Die schmeckt gar nicht so schlecht.
Jetzt geht es über die alte Straße zurück zum Hotel mit ein paar schönen Ausblicken auf das Meer und Bananenpflanzen.

Im Hotel angekommen zieht sich jeder auf sein Zimmer zurück. Von der Wanderung sollte ich eigentlich geschafft sein, aber so richtig zur Ruhe komme ich nicht und es ist ja auch noch Zeit bis zum Abendessen. Also gehe ich duschen, ziehe mich wieder an und gehe noch eine Runde spazieren. Zu den Cache komme ich leider noch nicht. Ana hatte etwas von einem Erdrutsch erzählt und dass die Straße gesperrt ist. Da frage ich morgen doch lieber erst einmal nach, ob ich da hin komme.
Nun schaue ich erst einmal mir den Ort Ponta do Sol etwas an.



Im Monat Mai hat jeder Ort seine eigene Blumendekoration, teilweise künstlich und teilweise echt. Dies ist die Deko von Ponta do Sol.
Zum Abendessen lasse ich mir Lachs und Red Snapper schmecken. Der Nachtisch darf hier auch nicht fehlen. LECKER!


Den Abend lassen wir mit einem herrlichen Sonnenuntergang und Sangria auf der Dachterrasse ausklingen.

